LIBA MITGLIEDERVERSAMMLUNG 2011

5. ordentliche Mitgliederversammlung des LIBA Verband Liechtensteinischer Versicherungsmakler mit anschliessendem Roundtable und Fachreferat über Verjährungsfristen in Liechtenstein

LIBA Mitgliederversammlung 2011

LIBA-Präsident, Gerhard Maron, nahm die Gelegenheit wahr - einerseits für einen kurzen Rückblick auf die ersten fünf Jahre des Verbandes andererseits für einen Blick vorwärts: Ist die Zielsetzung noch richtig oder sind Kurskorrekturen notwendig?

Die Kernthemen des Verbandes waren die Qualitätssteigerung der Dienstleistungen und die Imagepflege des Versicherungsbrokers mit einem verpflichtenden Berufsbild sowie die aktive Kommunikation mit der FMA auf der Basis von gegenseitigem Verständnis und dem Grundsatz: "Gesetzesnormen und Aufsichtsmassnahmen sind sowohl sinnvoll wie notwendig, müssen aber auch in der alltäglichen Praxis mit vertretbarem Aufwand umsetzbar sein."

LIBA Mitgliederversammlung 2011
von links: MMag Nicolas Reithner (Walch & Schurti), Ricardo Tondo, Dr. Ernst Walch (Walch & Schurti),
Gerhard Maron, Heinz Felder

Grosse Aufmerksamkeit schenkt der Verband der Weiterbildung der Broker. Vorstandsmitglied Heinz Felder zeichnet für diesen Bereich zuständig. In enger Zusammenarbeit mit der Universität Liechtenstein, unterstützt durch die FMA, führt das IIS (Insurance Institute of Switzerland) speziell für liechtensteinische Makler konzipierte Ausbildungslehrgänge durch.

Zum Schluss seines Vortrages unterzog Präsident Gerhard Maron den Verband einer kritischen Selbstkontrolle mit dem Fazit: „Die Basisziele sind im Grundsatz erreicht worden, aber dennoch ist die Ausrichtung und insbesondere die Öffnung des Verbandes neu zu überdenken“.

Referat und Roundtable mit Dr. Ernst Walch und MMag. Nicolas Reithner (Walch & Schurti) über die Rechtssituation in Liechtenstein bezüglich versicherungsrelevanter Verjährungsfristen

Vorstand LIBA

Dabei ging es vor allem um die Klarstellung und Unterstreichung der eigenständigen Liechtensteinischen Rechtsgrundlagen. Mit den Erkenntnissen der historischen Entwicklung konnte Dr. Walch die spezielle Rechtsprägung und Sandwich-Situation Liechtensteins zwischen der Schweiz und Österreich beleuchten und Verständnis für die komplexe Auslegungsproblematik, insbesondere bei  versicherungsrelevanten Verjährungsfragen, schaffen. Allein durch die Anlehnung Liechtensteins bei diversen Sachgebieten an verschiedene Rezeptionsländer (z.B. Schuldrecht – Österreich, Sachenrecht – Schweiz, Versicherungsvertragsrecht – Schweiz, Strafrecht – Österreich, Straf- und Zivilprozessrecht – Österreich, Gesellschaftsrecht – Schweiz, Treuhänderschaft (Trust) – USA) ergeben sich bei Rechtsstreitigkeiten um Verjährungsfristen teilweise recht unterschiedliche Auslegungen. Die beiden Referenten konnten in ihrer Darstellung selbstverständlich Themen wie Verjährung und deren Unterschiede in den Ländern FL, A und CH, Verjährung der Ersatzpflicht in verschiedenen versicherungsrelevanten Branchen und die unterschiedlichen Fristen selbst nur streifen. Dennoch konnte damit eine Basis für die anschliessende angeregte Diskussion innerhalb der Teilnehmerschaft gelegt werden.

Die ordentliche Mitgliederversammlung des LIBA wird jedes Jahr mit einem „Roundtable“ zu einem branchenspezifischen Thema bereichert und für Gäste geöffnet. Nebst Vertretern der Behörden und Verbände waren vorwiegend Mitarbeiter der grössten Versicherungsgesellschaften geladen. Auch den zahlreichen, fachlich versierten Teilnehmern konnten die kompetenten Referenten interessante Nuancen des Liechtensteiner Rechts mit aktivem Weiterbildungspotential vermitteln und teilweise in der anschliessenden Diskussion vertiefen.

Die NMG International Trust reg., Vaduz, mit Marc André Sola als Geschäftsführer, wurde anlässlich der Jahresversammlung als neues Mitglied der LIBA aufgenommen.

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