LIBA mitgliederversammlung vom 30. AUGUST 2013

Aktuelle Themen und kritische Fragen beim Round-Table-Gespräch des LIBA Liechtensteinischen Versicherungsbroker-Verbandes mit Regierungsrat Pedrazzini

LIBA Mitgliederversammlung 2012

Round-Table-Gespräche sind ein fester Programmpunkt im Rahmen der jährlichen Mitgliederversammlungen. Am 30. August 2013 konnte LIBA-Präsident Maron ein breites Teilnehmerfeld begrüssen. Nebst Minister Mauro Pedrazzini, den Verbandsmitgliedern und weiteren geladenen Brokern folgten die Geschäftsleiter der FL-Krankenversicherer, der Präsident des Pensionskassenverbandes, Vertreter der FMA, des Schweizer Schwesternverbandes SIBA und der Versicherungsgesellschaften der Einladung.

LIBA Mitgliederversammlung 2012

Liechtensteinische Regierung ist gefordert, wenn gesetzliche Auflagen den freien Markt und einen aktiven Wettbewerb behindern.
Der zuständige Minister, Mauro Pedrazzini überraschte die Runde, denn im Thema der Schülerunfallversicherung hat die Regierung bereits gehandelt und das Sparpotential erkannt. „Hier sind wir offensichtlich von der Realpolitik überholt worden“, ergänzt Präsident Maron, der diesen Punkt auf seiner Traktandenliste hatte.

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„Wieso entscheidet die Regierung und nicht der Markt über die Preisbildung in der obligatorischen Unfallversicherung? Der LIBA ist der Meinung, dass es insbesondere nachdem die Subventionierung der  Nichtbetriebsunfallprämie (NBU) eliminiert worden ist, nur konsequent wäre, auch den Tarif dem Markt zu überlassen. Christoph Bühler, Beauftragter Verhandlungspartner der Versicherungsgesellschaften, mahnte: „Der Markt ist zu klein für eine effiziente Erfahrungstarifierung und das soziale Gleichgewicht zwischen den grossen Firmen und den KMU’s könnte leiden. Im Klartext: Die Kleinen zahlen die Prämien für die Grossen“. Demgegenüber steht jedoch die Meinung des LIBA, dass Kostendifferenzen zur Schweiz nicht plausibel sind; Markteingriffe sind grundsätzlich Preistreiber.

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Pro und Kontra einer Marktöffnung in der obligatorischen Krankengeldversicherung war auch ein heftig und kontrovers diskutiertes Thema. Kann man bei „nur“ drei Anbietern im FL überhaupt von einem echten Markt sprechen? Einige sprechen von Marktverzerrung, andere, vorwiegend die Anbieter selber, sind der Meinung, dass auch unter drei Kassen der Wettbewerb voll spielen kann.

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Die im Bereich der obligatorischen Unfallversicherung tätigen Versicherungsgesellschaften könnten die Lohnausfallversicherung bei Krankheit analog derselben Leistung bei Unfall ohne besondere und zusätzliche Infrastrukturen anbieten. Es bleibt jedoch vorerst die Frage nach dem möglichen Spielraum für die effektiven Angebotsoptimierungen im Vergleich mit den wahrscheinlich steigenden Administrations- und Aufsichtskosten? Ziel wäre es, dass dieser Frage nachgegangen wird.

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Mutterschaftsgeld als Bestandteil der Krankenversicherung? Die Tatsache, dass das Mutterschaftsgeld innerhalb der Krankengeldversicherung falsch platziert ist, die Kosten dieser Sozialleistung bei den Arbeitgebern falsch zugeordnet sind und die Frauen auf dem Arbeitsmarkt dadurch benachteiligt sind, ist unbestritten. „Die Regierung hat diese Problematik erkannt und Lösungen angedacht. Sie steht auf unserer Pendenzenliste.“, so Pedrazzini.

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Wenn auch im Rahmen eines ungezwungenen Gedanken- und Informationsaustausches, hat der LIBA Mut und Weitsicht bewiesen, unangenehme Themen aufzugreifen. Der LIBA Verband Liechtensteinischer Versicherungsmakler ist zwar in erster Linie Interessensvertreter der führenden Versicherungsmakler in Liechtenstein. Dennoch engagiert er sich auch uneigennützig, wenn es um die Wahrung und Förderung des Versicherungsplatzes Liechtenstein geht und beobachtet kritisch die aktuelle sowie die generelle Entwicklung der Branche.

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